internationale andreas gryphius-gesellschaft (iagg) e.V.
Workshop im Auftrag der internationalen andreas gryphius-gesellschaft e.v. an der Universität Heidelberg vom 30. September bis 2. Oktober 2024
Veranstalter:
Oliver Bach, Ludwig-Maximilians-Universität München
Nicola Kaminski, Ruhr-Universität Bochum
Dirk Werle, Universität Heidelberg
Veranstaltungsort:
Germanistisches Seminar
Universität Heidelberg
Hauptstraße 207 – 209
Raum 137
69117 Heidelberg
Veranstaltungsflyer:
[PDF]
Gefördert durch:
Fritz Thyssen Stiftung
Die Bedeutung von Martin Opitz’ Buch von der Deutschen Poeterey, dessen erstmaliges Erscheinen sich Ende 2024 zum 400. Mal jährt, war für die Entwicklungsgeschichte der deutschen Literatur in einem europäischen Rahmen wegweisend. Es wurde von zahlreichen deutschsprachigen Autorinnen und Autoren seiner Zeit rezipiert, sei es affirmativ oder kritisch – an der Deutschen Poeterey führte im 17. Jahrhundert kaum ein Weg vorbei, wenn man mitreden und mitdichten wollte. Wesentliche Elemente der
Opitz’schen Dichtungsreform können bis heute Gültigkeit beanspruchen und prägen unsere Vorstellung davon, wie Dichtung auszusehen hat – insbesondere die Akzentmetrik. Die Deutsche Poeterey ist nicht zuletzt ein kulturpolitisches Manifest, das nicht nur für einen Übergang von der Tradition zur Innovation plädiert, sondern auch im Hinblick auf eine ebenbürtige Stellung der deutschsprachigen Poesie im Gefüge der anderen europäischen Nationalliteraturen die Weichen stellt. Die deutsche Dichtung sollte wieder etwas gelten in der europäischen Welt, und Opitz’ Regelpoetik beanspruchte hierfür die Voraussetzungen zu liefern.
Der Workshop verfolgt ein auf die genaue Lektüre des Texts und auf den intensiven Austausch darüber konsequent abgestimmtes Format:
Jedes der acht Kapitel des Buchs von der Deutschen Poeterey wird von zwei Expertinnen und/oder Experten in unabhängigen Referaten mit Blick auf fragwürdige, problematische und/oder thematisch besonders herausstechende Aspekte behandelt, genau analysiert und sorgfältig kontextualisiert; so werden je zwei elaborierte Perspektiven auf jedes Kapitel entfaltet, die eine intensive, den Text in seiner komplexen Faktur ernst nehmende Diskussion befördern.
13:30 Uhr
Begrüßung und Einführung
Oliver Bach (München), Nicola Kaminski (Bochum) und Dirk Werle (Heidelberg)
14:00 Uhr
Paratexte, Vorreden, Kapitel 1
Katharina Worms (Heidelberg) und Astrid Dröse (Tübingen)
15:30 Uhr
Kaffeepause
16:00 Uhr
Kapitel 2
Oliver Bach (München) und Claudius Sittig (Freibung i. Br.)
17:30 Uhr
Kaffeepause
18:00 Uhr
Kapitel 3
Robert Schütze (Bochum) und Dirk Werle (Heidelberg)
19:30 Uhr
Schluss
20:00 Uhr
Abendessen
9:30 Uhr
Kapitel 4
Gudrun Bamberger (Mainz) und Norbert Kössinger (Bamberg)
11:00 Uhr
Kaffeepause
11:30 Uhr
Kapitel 5 (Teil 1)
Victoria Gutsche (Erlangen-Nürnberg) und Thomas Borgstedt (München)
13:00 Uhr
Mittagspause
14:30 Uhr
Kapitel 5 (Teil 2)
Inga Mai Groote (Zürich) und Nicola Kaminski (Bochum)
16:00 Uhr
Kaffeepause
16:30 Uhr
Kapitel 6
Andreas Gardt (Kassel) und Jörg Robert (Tübingen)
18:00 Uhr
Schluss
18:30 Uhr
Abendessen
9:30 Uhr
Kapitel 7
Andreas Beck (Bochum) und Jörg Wesche (Göttingen)
11:00 Uhr
Kaffeepause
11:30 Uhr
Kapitel 8
Sylvia Brockstieger (Heidelberg) und Erika Thomalla (München)
13:00 Uhr
Schlussdiskussion
14:00 Uhr
Ende der Tagung, Möglichkeit zum Mittagsimbiss